Schriftenreihe Ethik und Recht in der Medizin


Entscheidungsfindung und Entscheidungshilfen am Lebensanfang

Hrsg.: Ulrich H.J. Körtner, Christian Kopetzki, Maria Kletečka-Pulker, Sigrid Müller

Schriftenreihe Ethik und Recht in der Medizin, Band 13, 2017

Will man die geschichtlichen Veränderungen, denen Schwangerschaft und Geburt vom 17. bis 21. Jahrhundert unterworfen sind, mit einem Schlagwort bezeichnen, drängt sich der Begriff der Medikalisierung auf. Die fortschreitende Medikalisierung und Technisierung bestimmen auch die Zukunft von Schwangerschaft und Geburt.Entscheidungsfindung und Entscheidungshilfen am Lebensanfang sind nicht nur eine individualethische, sondern auch sozialethische Frage, die in einen größeren historischen Kontext eingebettet ist. Um die heutigen Problemstellungen und Konfliktlagen um Schwangerschaft und Geburt zu verstehen, genügt nicht ein Blick auf den gegenwärtigen Stand von Geburtshilfe und Medizin und die in ihnen herrschende Entwicklungsdynamik. Es sind vielmehr auch die soziokulturellen Veränderungen zu reflektieren, die das individuelle Geschehen von Schwangerschaft und Geburt und seinen systemischen Kontext im Gesundheitswesen beeinflussen.Der vorliegende interdisziplinäre Band möchte nicht nur praktische Hilfestellungen leisten, sondern auch zu einem vertieften Verständnis der historischen Umbrüche rund um Schwangerschaft und Geburt beitragen.

Hirntod und Organtransplantation: Zum Stand der Diskussion

Hrsg.: Ulrich H.J. Körtner, Christian Kopetzki, Sigrid Müller

Schriftenreihe Ethik und Recht in der Medizin, Band 12, 2016

Ausgelöst durch das "White Paper über Controversies in the Determination of Death" des Bioethikrates des Präsidenten der USA (2008) und durch die jüngsten Ergebnisse der Hirnforschung ist eine neue Diskussion zum Hirntodkriterium entbrannt. In Österreich ist die Debatte bisher jedoch kaum geführt worden. Das vorliegende Werk gibt einen Einblick in den Stand der internationalen Diskussion. Den Auftakt bilden zwei Beiträge zur Geschichte von Todeskonzepten aus medizinhistorischer und rechtsgeschichtlicher Sicht. Weitere Beiträge beleuchten die medizinischen, rechtlichen, ethischen und weltanschaulichen Aspekte von Hirntod und Organtransplantation. Neben dem Hirntod als Kriterium für die Entnahme oder Spende lebenswichtiger Organe wird auch das Konzept der Organspende nach irreversiblem Herz-Kreislauf-Stillstand erörtert. Auch die Perspektive der Pflege, der Organempfänger und der Angehörigen von Organspendern wird erläutert.

Schutzimpfungen - Rechtliche, ethische und medizinische Aspekte

Hrsg.: Gerhard Aigner, Markus Grimm, Maria Kletečka-Pulker, Ursula Wiedermann-Schmidt

Schriftenreihe Ethik und Recht in der Medizin, Band 11, 2016

Impfskepsis und Impfmüdigkeit - ein echtes Dilemma?!

Das Thema Impfen löst nicht nur intensive gesundheitspolitische und medizinische Diskussionen aus, sondern wirft auch spannende medizinrechtliche und ethische Fragen auf.Seit es Impfungen gibt, gibt es auch Impfkritiker. In Österreich hat man primär auf die Freiwilligkeit der zu impfenden Bevölkerung gesetzt und versucht durch Information und Aufklärung die Leute zu motivieren. Kurze Zeit gab es eine Pflichtimpfung für Pocken. In den letzten Jahren ist die Durchimpfungsrate stark gesunken. Aber nur eine weltweite Herdenimmunität kann Infektionskrankheiten eliminieren. Viele Menschen lassen sich oder ihre Kinder nicht impfen, da die Angst vor Nebenwirkungen oft größer ist als die Angst vor der tatsächlichen Erkrankung.

Wie viel Deutsch braucht man, um gesund zu sein? Migration, Übersetzung und Gesundheit

Hrsg.: Lukas Kaelin, Maria Kletečka-Pulker, Ulrich H.J. Körtner

Schriftenreihe Ethik und Recht in der Medizin, Band 10, 2013

Angesichts ungleicher Gesundheitschancen von MigrantInnen , widmet sich dieses Buch der Frage, wie Schwierigkeiten in der Verständigung und die Erfahrung der Migration die Gesundheit beeinträchtigen. Dabei zeigt sich die Mehrdimensionalität der Frage nach dem Verhältnis von Migration, Übersetzung und Gesundheit im medizinischen Kontext. Dieses Buch leistet eine sowohl sprachwissenschaftliche als auch ethische und rechtliche Grundlegung, widmet sich der Gesundheitssituation der vulnerablen Gruppe der Sans Papier und beleuchtet die Frage nach Möglichkeiten und Grenzen des Dolmetschens im Gesundheitswesen.Wie viel Deutsch braucht man, um gesund zu sein?

The Conception of the Human Person in Medicine: Exploring Boundaries between Traditional Chinese and Western Medicine

Hrsg.: Lukas Kaelin, Ulrich H.J. Körtner, Ya-Ping Lin, Michael Shiyugn Liu, Sigrid Müller, Yao-Ming Tsai

Schriftenreihe Ethik und Recht in der Medizin, Band 9, 2013

Unterschiedliche medizinische Disziplinen und Ansätze nehmen den Patienten in unterschiedlicher Weise wahr und hinter dieser Wahrnehmung steckt ein jeweils spezifisches Menschenbild. Dieses implizite Menschenbild ist in der Medizin je nach Disziplin verschieden - innerhalb der sogenannten westlichen Medizin und mehr noch darüber hinaus. Dieser Band geht der Frage nach den unterschiedlichen Menschenbildern in verschiedenen medizinischen Traditionen - Traditionelle Chinesische Medizin und Westliche Medizin - nach. Philosophen, Theologen, Ärzte, Ethnologen und Historiker aus Österreich und Taiwan entwerfen mit Ihren Beiträgen ein facettenreiches Menschenbild in der Medizin.

Gewebesicherheitsrecht: Sicherheit bei der medizinischen Verwendung menschlicher Gewebe und Zellen

Katharina Polster

Schriftenreihe Ethik und Recht in der Medizin, Band 8, 2011

Die therapeutische Verwendung menschlicher Gewebe und Zellen hat in den letzten Jahren erheblich an Bedeutung gewonnen. Weit über die klassische Transplantation hinaus, machen es moderne Behandlungsmethoden mit Zell- und Gewebeprodukten möglich, bislang unheilbare Krankheiten zu heilen. Allerdings ist damit stets das Risiko der Übertragung von Infektionen und Krankheiten verbunden. Auch darf die bestehende Gefahr der Kommerzialisierung des menschlichen Körpers nicht geleugnet werden. Dem dadurch entstandenen Regelungsbedarf kam der Gesetzgeber 2008 durch den Erlass des Gewebesicherheitsgesetzes (GSG) nach. Dieses normiert Qualitäts- und Sicherheitsstandards für die Gewinnung und Verwendung von Humansubstanzen zu medizinschen Zwecken. Hierfür setzt das GSG hohe Ansprüche an den Betrieb von Entnahmeeinrichtungen und Gewebebanken, normiert eine staatliche Kontrolle der operierenden Institutionen und definiert Grundsätze für das Spenden von Geweben und Zellen und den Spenderschutz. Der vorliegende Band bietet - erstmals in monografischer Form - einen umfassenden Einblick in das neue Gewebesicherheitsrecht und berücksichtigt die Novelle 2009.

Kinderschutzgruppen in Österreich

Julia Inthorn, Maria Kletečka-Pulker

Schriftenreihe Ethik und Recht in der Medizin, Band 7, 2012

Kinder sind, um sich optimal entwickeln zu können, auf unseren besonderen Schutz und unsere Hilfe angewiesen. Besonders wenn sie Opfer von Gewalt werden, müssen sich Kinder auf Hilfe von außen verlassen können. Kinderschutzgruppen werden in Spitälern tätig, um Kindern bei Verdacht auf Gewalt, Missbrauch oder Vernachlässigung Hilfe und Schutz angedeihen zu lassen. Sie übernehmen dabei eine Schnittstellenfunktion zwischen medizinischem Personal, Sozialarbeit, Jugendämtern und anderen Institutionen. Die Studie stellt den praktischen Arbeitsalltag von Kinderschutzgruppen in österreichischen Spitälern vor sowie die rechtlichen Rahmenbedingungen ihrer Arbeit, insbesondere wann Krankenanstalten, Ärzte oder Angehöriger anderer Krankenanstalten anzeigen bzw melden müssen.

Biotechnik am Beginn menschlichen Lebens: Eine Analyse mit Theodor W. Adornos Gesellschaftstheorie

Lukas Kaelin

Schriftenreihe Ethik und Recht in der Medizin, Band 6, 2010

Die biotechnischen Möglichkeiten am Beginn menschlichen Lebens nehmen stetig zu. Eingriffe zur Prüfung und Manipulation des Embryos nach einer künstlichen Befruchtung werfen eine Reihe von ethischen Fragen auf. Der bioethischen Diskussion mangelt es oft daran, die soziale Dimension ausreichend zu berücksichtigen. In der vorliegenden Monographie spielt die gesellschaftliche Einbettung eine entschiedene Rolle, indem die zukunftsweisenden Fragen der Biotechnik am Lebensbeginn mit der Gesellschaftstheorie Theodor W. Adornos analysiert werden. Gerade im Hinblick auf die gesellschaftliche Einbettung der Autonomie und einem dialektischen Verständnis von Natur eröffnet die Kritische Theorie Adornos eine neue Perspektive auf diesen ethisch brisanten Fragekomplex.

Ethik und Recht in der Humanforschung

Hrsg.: Ulrich H.J. Körtner, Christian Kopetzki, Christiane Druml

Schriftenreihe Ethik und Recht in der Medizin, Band 5, 2010

Ohne Forschung gibt es keine Zukunft. Um international wettbewerbsfähig zu bleiben und Fortschritte in Medizin und Biologie auch zum Wohle der Menschen zu nutzen, braucht es transparente Rahmenbedingungen für die Forschung am Menschen. Diese findet nicht nur in der Medizin, sondern auch in der Pflege, in Psychologie und Sozialwissenschaften sowie in der Technikforschung statt. In Österreich sind einzelne Bereiche der Forschung am Menschen bislang nur unzureichend geregelt. Die Beiträge des vorliegenden Bandes erörtern das Verhältnis von Forschungsethik und Menschenbild, die Kodifikation des biomedizinischen Forschungsrechts im internationalen Vergleich, die Freiheit der Forschung und ihre Grenzen im Spannungsfeld in Forschungsethik und Forschungsrecht sowie Initiativen und Instrumente zur Stärkung der Scientific Integrity. Weitere Themen sind die Forschungskontrolle durch Ethikkommissionen, Probleme von Forschungsethik und Forschungsrecht in der medizinischen Grundlagenforschung und in der klinischen Forschung (einschließlich Biobanken), sowie Forschungsethik und Forschungsrecht in Pflegewissenschaft, Psychologie und auf dem Gebiet der assistiven Technologien, die in Medizin und Pflege zum Einsatz kommen.

Gesundheit und Gerechtigkeit: Ein interkultureller Vergleich zwischen Österreich und den Philippinen

Hrsg.: Julia Inthorn, Lukas Kaelin, Michael Reder,

Schriftenreihe Ethik und Recht in der Medizin, Band 4, 2009

Gerechtigkeit spielt bei Gesundheitsfragen mehr denn je eine wichtige Rolle - auch auf globaler Bühne. So wird die Verteilung knapper Ressourcen im Gesundheitswesen in vielen Gesellschaften unter der Perspektive von Gerechtigkeit diskutiert. Die Umsetzung von Gerechtigkeit innerhalb eines Gesundheitssystems zeigt aber auch deutliche Unterschiede zwischen den Kulturen. Der Band untersucht im Vergleich zwischen Europa und Asien (am Beispiel von Österreich und den Philippinen) kulturelle Ähnlichkeiten und Unterschiede im Verständnis von Gesundheit und Gerechtigkeit. Dabei wird deren Verhältnis theoretisch wie praktisch erörtert. Beispielfelder sind u.a. die Migration von Krankenpflegepersonal, Organtransplantation, der Umgang mit Alternativmedizin sowie Gesundheitsrisiken, die durch den Klimawandel entstehen.

Spiritualität, Religion und Kultur am Krankenbett

Hrsg.: Ulrich H.J. Körtner, Sigrid Müller, Maria Kletečka-Pulker, Julia Inthorn

Schriftenreihe Ethik und Recht in der Medizin, Band 3, 2009

Die Kulturgeschichte von Krankheit und Gesundheit ist bis in die Moderne weitgehend auch Religionsgeschichte. Erst die moderne Medizin hat zu einer Trennung von Medizin und Religion geführt. Neuerdings beginnt man sich die Medizin aber wieder für die religiöse Dimension von Krankheit und Gesundheit zu interessieren. Das Thema "Spiritualität, Religion und Kultur am Krankenbett" betrifft nicht nur den persönlichen Kontakt zwischen Ärzten, Pflegepersonen, Patienten und Angehörigen, sondern auch die institutionellen und organisatorischen Rahmenbedingungen von Therapie, Pflege und Seelsorge. Dazu gehören auch religions- und arbeitsrechtliche Fragen. Der vorliegende Band entwickelt Perspektiven für eine interkulturelle Medizin- und Pflegeethik wie für die interreligiöse Zusammenarbeit in der Krankenhausseelsorge.

Stammzellforschung: Ethische und rechtliche Aspekte

Hrsg.: Ulrich H.J. Körtner, Christian Kopetzk

Schriftenreihe Ethik und Recht in der Medizin, Band 2, 2008

Die Forschung an humanen embryonalen Stammzellen ist nach wie vor umstritten. Die Gewinnung solcher Stammzellen gilt als ethisch bedenklich, weil dabei in vitro fertilisierte Embryonen zerstört werden müssen. Auch wird der medizinisch-therapeutische Nutzen bzw die Alternativlosigkeit der Forschung an embryonalen Stammzellen in Zweifel gezogen. Die gesetzlichen Regelungen der Stammzellforschung sind international wie auch innerhalb der Europäischen Union sehr unterschiedlich. Österreich verfügt bislang über keine umfassende gesetzliche Regelung im Bereich der Stammzellforschung. Ziel des vorliegenden Bandes ist es, die rechtspolitische, forschungspolitische und ethische Diskussion in Österreich weiterzuführen. Dabei ist bioetisch wie biopolitisch die gesamteuropäische Perspektive von zentraler Bedeutung.

Das österreichische Patientenverfügungsgesetz: Ethische und rechtliche Aspekte

Hrsg.: Ulrich H.J. Körtner,  Christian Kopetzki, Maria Kletečka-Pulker

Schriftenreihe Ethik und Recht in der Medizin, Band 1, 2007

In der Debatte um ethische und rechtliche Probleme am Lebensende spielt die Frage von Patientenverfügungen eine wichtige Rolle. Sie gelten als ein Instrument, um die Autonomie von Patienten zu stärken, insbesondere das Selbstbestimmungsrecht von Todkranken und Sterbenden. Am 1. 6. 2006 ist das österreichische Patientenverfügungs-Gesetz in Kraft getreten. Einerseits soll damit die Autonomie des Patienten gegenüber dem Arzt gestärkt werden, andererseits sollen der behandelnde Arzt und andere an der Behandlung Beteiligte klar und leicht erkennen können, welche Bindungskraft und welche Folgen eine Patientenverfügung für sie hat.

Der vorliegende Band präsentiert die Beiträge der Jahrestagung 2006 des Instituts für Ethik und Recht in der Medizin, Universität Wien.