Mag. Verena Albrecht

Universitätsassistentin am Institut für Ethik und Recht in der Medizin


Universitätsassistentin am Institut für Ethik und Recht in der Medizin.

 

Kontakt

E-Mail: verena.albrecht@univie.ac.at

Kurzbiographie

Verena Albrecht hat an der Universität Wien Rechtswissenschaften studiert und ist seit April 2020 Universitätsassistentin am Institut für Ethik und Recht in der Medizin.

Im Zentrum ihres Dissertationsvorhabens steht der Forschungsgegenstand, wie sich der Tatbestand der eigenmächtigen Heilbehandlung entwickelt hat und die Relevanz des Tatbestandes für Ärzte sowie auch für Patienten in der heutigen Zeit.

Dissertationsvorhaben

Dissertationsthema: „Die Entwicklung des Selbstbestimmungsrechts im Arzt-Patienten-Verhältnis anhand des Straftatbestandes der eigenmächtigen Heilbehandlung“

Es liegt in der Natur des Menschen die Kontrolle über seinen eigenen Körper nicht gerne abzugeben. Zumeist sind es Krankheiten oder gar Unfälle, die eine ärztliche Behandlung unumgänglich machen. Um die Gesundheit in einem solchen Fall wiederherzustellen, ist eine entsprechende – die Einwilligung des Patienten voraussetzende – Behandlung seitens des Arztes notwendig. Für die im Arzt-Patienten-Verhältnis wichtige Vertrauensbasis sind auf der einen Seite das Selbstbestimmungsrecht des Patienten, und auf der anderen Seite der klare rechtliche Handlungsrahmen wichtige Voraussetzungen.

Das Medizinrecht als Querschnittsmaterie, insbesondere die Untersuchung des rechtlichen Rahmens im Zusammenhang mit der Einwilligung in ärztliche Heilbehandlungen, bildet einen wesentlichen Teil des Dissertationsvorhabens. So war die strafrechtliche Haftung des Arztes bei einwilligungsloser Behandlung keinesfalls allgegenwertig: Vielmehr stellt der rechtshistorische Hintergrund der eigenmächtigen Heilbehandlung als Tatbestand eine wichtige Grundlage für die gesetzliche Verankerung des Arzt-Patienten-Verhältnisses und einen prägenden Meilenstein für das Selbstbestimmungsrecht der Patienten dar.