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Aktuelles

Round Table "Neue Wege zur Chancengerechtigkeit - Videodolmetschen im Gesundheitswesen"

Termin:
06. November 2019 (16:00 bis 19:00 Uhr)

Ort:
Seminarraum 'Alte Kapelle' des Instituts für Ethik und Recht in der Medizin, Campus der Universität Wien (Altes AKH), Spitalgasse 2-4, Hof 2.8, 1090 Wien

Anmeldung:
stefanie.machata@univie.ac.at

Im Rahmen der Veranstaltung werden zunächst die Ergebnisse des Projektes „Follow-up: Videodolmetschen im Gesundheitswesen“ vorgestellt (nähere Informationen unter: https://www.ierm.univie.ac.at/forschung/projekte/laufende-projekte/projekt-follow-up-videodolmetschen-im-gesundheitswesen/). Anschließend findet eine Podiumsdiskussion, in der ExpertInnen aus diversen Institutionen mit dem Schwerpunkt Kommunikation/Dolmetschen im Gesundheitswesen (ua GÖG, BDÜ, SAVD, UNIVERSITAS) über Themen rund um das Videodolmetschen im medizinischen Bereich diskutieren. Im Anschluss findet ein Get-Together mit einem kleinem Buffet statt.


Tagung zum Thema "Leichenöffnung für wissenschaftliche Zwecke"

Termin:
19. November 2019 (09:30 bis 17:00 Uhr)

Ort:
Van Swieten Saal, Van Swieten-Gasse 1a, 1090 Wien

Anmeldung:
stefanie.machata@univie.ac.at

Zwischen den wissenschaftlichen Interessen an einer Leichenöffnung und den postmortalen Persönlichkeitsrechten bzw dem Schutz der Totenruhe besteht ein Spannungsverhältnis. Die österreichische Gesetzgebung steht Obduktionen seit jeher generell sehr aufgeschlossen und „forschungsfreundlich“ gegenüber.

In öffentlichen Krankenanstalten sind Obduktionen zu Forschungszwecken etwa auch ohne Zustimmung des Betroffenen oder der Angehörigen erlaubt. Das hat in den letzten Jahren wiederholt zu (auch gerichtlich ausgetragenen) Konflikten geführt; dabei haben mitunter auch religiöse Motive eine Rolle gespielt. Derzeit ist überdies eine Beschwerde beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg anhängig, die sich – gestützt auf die Grundrechte nach Art 8 (Privat- und Familienleben) und Art 9 EMRK (Religionsfreiheit) – gegen das österreichische Obduktionsrecht richtet. Dabei wird es unter dem Aspekt der Verhältnismäßigkeit des mit Leichenöffnungen einhergehenden Grundrechtseingriffs insb auch darauf ankommen, ob Eingriffe in die Integrität des Leichnams in Zukunft möglicherweise durch alternative (nicht-invasive) medizinische Methoden ersetzt werden könnten.

Die Tagung hat zum Ziel, grundlegende medizinische, ethische und rechtliche Aspekte des Themas aufzugreifen und interdisziplinär zu diskutieren. Im Zentrum des Interesses stehen Leichenöffnungen zu wissenschaftlichen Zwecken.

Die Tagung ist für das Diplom-Fortbildungs-Programm der Österreichischen Ärztekammer eingereicht. 

Programm


21. Workshop des Arbeitskreises "Medizin und Theologie" zum Thema "Impfen: Vorsorge.Pflicht.Zwang? Individuelle Sicherheit und kollektive Verantwortung als Konfliktfeld"

Wissenschaftlicher Tagungsbeirat: Reiner Anselm, Julia Inthorn, Lukas Kaelin, Ulrich Körtner  

Zeit: 24.-25. Jänner 2020        

Ort: Seminarraum 'Alte Kapelle' des Instituts für Ethik und Recht in der Medizin, Campus der Universität Wien (Altes AKH), Spitalgasse 2-4, Hof 2.8, 1090 Wien

Anmeldung: unter stefan.dinges@univie.ac.at
Anmeldung ist unbedingt erforderlich; Teilnahme nur nach Einladung!

Abstracts und Motivationsschreiben sind zu senden an:

Stefan Dinges                 
Institut für Ethik und Recht in der Medizin
Spitalgasse 2-4, Hof 2.8
A-1090 Wien
E-mail: stefan.dinges@univie.ac.at

Call for Abstracts


Kongress: Pflegeethik und interprofessionelle Gesundheitsethik: Reflexionsräume, Potenziale und Handlungsimpulse für ein solidarisches Gesundheitswesen

Termin: 04.-06. März 2020

Ort: Van Swieten Saal, Van Swieten-Gasse 1a, 1090 Wien

Online-Anmeldung und weitere Informationen unter: https://pflegeethik.univie.ac.at/home/

Zielgruppe: Die Tagung wendet sich an Pflegende und Mitarbeitende anderer Gesundheitsberufe, an Forschende und Lehrende in der Pflege- und Gesundheitsethik aus den Einrichtungen und Bereichen, denen die Gestaltung der ethischen Reflexion ein wichtiges Anliegen ist.

Programm

Die derzeit diskutierten und praktizierten Modelle und Ansätze der Ethik in der Pflege bzw. der Pflegeethik gehen vielfach über eine reine Berufs- und Bereichsethik hinaus. Im Bereich der sogenannten ‚inner morality' finden in der Pflegewissenschaft und in der pflegeberuflichen Praxis weitreichende ethische Reflexionen statt. Im Hinblick auf eine interprofessionelle Ethik aller Gesundheitsberufe ist ein vertiefender Dialog bedeutsam: Interdisziplinarität und Multiprofessionalität werden als Basis guter Gesundheitsversorgung gesehen und thematisiert, oft besteht in der Praxis jedoch ein Nebeneinander der Gesundheitsberufe und ihrer ethischen Reflexion. Gleichzeitig sehen wir die Notwendigkeit und das Entwicklungspotential einer gemeinsam gelebten und praktizierten Ethik. Angesichts dessen fragen wir nach der Wirksamkeit und dem Gestaltungsrahmen einer (zukünftigen) Ethik für die Gesundheitsberufe und die Gesundheitssysteme im deutschsprachigen Raum und wollen Referenzpunkten, Potenziale und Handlungsbedarfe für die Weiterentwicklung benennen, auf dem Weg hin zu einer interprofessionellen Gesundheitsethik.

Die Tagung setzt sich zum Ziel, aktuelle Konzepte, Modelle und Anforderungen der Pflege- und Gesundheitsethik aufzugreifen und im Horizont standes- und gesundheitspolitischer sowie menschenrechtlicher Rahmungen weiterzudenken. Im Fokus stehen eine explizite Berufsethik der Pflege- und Gesundheitsberufe ebenso wie die angemessene Vermittlung ethischer Kompetenzen und deren praktische Umsetzung. Es geht um aktuelle und zukünftige Herausforderungen der Pflegepraxis in den Gesundheitssystemen wie auch um forschungsethische Prinzipien.


Wilhelm-Hartel-Preis für Ulrich H.J. Körtner

In Anerkennung seiner hervorragenden fächerüberreifenden Forschungstätigkeit im Bereich der Theologie sowie insbesondere der Medizin- und Bioethik ist Ulrich H.J. Körtner von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften mit dem Wilhelm Hartel-Preis ausgezeichnet worden. Die feierliche Übergabe des Preises fand am 13. Dezember 2016 statt. Der Wilhelm Hartel-Preis in Höhe von 15.000 Euro wird vergeben an Gelehrte, die in Österreich wirken und hervorragende wissenschaftliche Leistungen in den von der philosophisch-historischen Klasse der ÖAW im weitesten Sinne vertretenen Fächern vollbracht haben.

Körtner ist seit 1992 Professor für Systematische Theologie an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien. Seit 2001 ist er Vorstand des Instituts für Ethik und Recht in der Medizin der Universität Wien, in dem er seit seiner Gründung 1993 tätig ist. Körtner ist auch Direktor des Instituts für öffentliche Theologie und Ethik der Diakonie in Wien. Neben der Medizin-, Pflege- und Bioethik liegen Körtners Forschungsschwerpunkte auf den Gebieten der Fundamentaltheologie und Hermeneutik, allgemeine Ethik, Diakonie, Ökumenische Theologie, Eschatologie und Apokalyptik. 1998 gehörte Körtner zu den Gründungsmitgliedern der Rudolf-Bultmann-Gesellschaft für Hermeneutische Theologie, deren Vorsitzender er von 1998 bis 2008 war.

Professor Körtner studierte evangelische Theologie in Bethel/Bielefeld, Göttingen und Münster. 1982 erfolgte die Promotion, 1987 die Habilitation an der Kirchlichen Hochschule Bethel, an der Körtner als Assistent tätig war. Von 1986 bis 1990 war er Gemeinpfarrer in Bielefeld, von 1990 bis zu seiner Berufung nach Wien Studienleiter an der Evangelischen Akademie Iserlohn.

2001 wurde Körtner als bislang einziger Theologe als österreichischer Wissenschaftler des Jahres ausgezeichnet. 2010 wurde ihm die Ehrendoktorwürde des Institut Protestant de Théologie/Faculté libre de Théologie Protestante de Paris verliehen, 2013 die Ehrendoktorwürde der Reformierten Theologischen Universität Debrecen. 2015 erhielt er den Wiener Preis für humanistische Altersforschung. 2016 wurde ihm das Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse verliehen.


Ehrenzeichen für Wissenschaft und Kunst I. Klasse für Ulrich H.J. Körtner

Für seine Verdienste auf dem Gebiet der Medizin- und Bioethik sowie der Diakonie und der Diakoniewissenschaft wurde Ulrich H.J. Körtner das Ehrenzeichen für Wissenschaft und Kunst I. Klasse der Republik Österreich verliehen. Die Auszeichnung wurde ihm am 15. November 2016 von Staatssekretär Dr. Harald Mader überreicht.

Körtner ist seit 1992 Professor für Systematische Theologie an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien. Seit 2001 ist er Vorstand des Instituts für Ethik und Recht in der Medizin der Universität Wien, in dem er seit seiner Gründung 1993 tätig ist. Körtner ist auch Direktor des Instituts für öffentliche Theologie und Ethik der Diakonie in Wien und Bundespfarrer der Johanniter-Unfall-Hilfe Österreich. Seit 1994 ist er Mitglied des Wissenschaftlichen Ausschusses für Genanalysen und Gentherapie am Menschen. Er war Mitglied der österreichischen Bioethikkommission beim Bundeskanzleramt (2001–2013), der World Commission on the Ethics of Scientific Knowledge and Technology (COMEST) der UNESCO (2006–2009) und der österreichischen UNESCO-Kommission (2006–2010).


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