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Projekt "Sterbewelten in Österreich. Die Perspektive der Betroffenen auf 'gutes Sterben'"

Projektteam: IFF, IERM, IHS; Assoz. Prof.in Dr.in Katharina Heimerl (Projektleitung), Univ.-Prof. Dr. DDr. h.c. Ulrich Körtner, Dr. Erich Griessler      

Genehmigt: Jubiläumsfonds der ÖNB

Drittmittel für IERM: € 9.500,-- (für Arbeitspaket 4)

Der 2015 zunächst abgelehnte Projektantrag (s. Tätigkeitsbericht 2014) wurde 2016 erneut und dieses Mal erfolgreich vom IFF beim Jubiläumsfonds eingereicht. Das Projekt soll im Jänner 2017 beginnen. Das IERM fungiert als Kooperationspartner, vertreten durch Prof. Dr. Körtner.

In den letzten beiden Jahren hat in Österreich der öffentliche Diskurs zu Fragen des Sterbens, der Betreuung Sterbender und des gesellschaftlichen Umgangs mit dem Tod deutlich an Bedeutung gewonnen. Im österreichischen politischen Diskurs wird die Autonomie am Lebensende jedoch auf Durchsetzungen und Einschränkungen des Selbstbestimmungsrechts (Patientenverfügungsgesetz bzw. Verbot des assistierten Suizids) verkürzt. Dabei bleibt die (sozial-)ethische Frage außen vor, die für die Lebenswelt eine entscheidende Rolle spielt, nämlich wer oder was dieses „Selbst“ in der letzten Lebensphase ist, das im jeweiligen Kontext über „sich“ „bestimmt“.

Das Projekt vertritt einen Ansatz von Pluralität von Sterbewelten und von verschiedenen Formen „guten“ Sterbens und trägt damit sowohl der Vielschichtigkeit von Kontexten als auch der Vielfalt dieser Formen Rechnung. Die normative Perspektive des „guten“ Sterbens wird daher erst aus dem Selbstverständnis der Betroffenen erschlossen, d.h. was jene als „gut“ erachten. Weiters wird gefragt, wodurch „gutes“ Sterben in unterschiedlichen „Sterbewelten“ (Betreuungssettings – institutionell, zu Hause –, Sorgenetzwerken / Betreuungsarrangements, Sterbeorten) bestimmt wird.

Im Rahmen des Projektes gibt es das Arbeitspaket 4 „Ethische Reflexionen & dispositivanalytische Auswertung“, dessen Leitung das IERM (Körtner) in Kooperation mit dem IFF hat. Die reflexive (forschungs-)ethische Begleitung erfolgt in regelmäßigen Auswertungs- und Reflexionstreffen des ForscherInnenteams. Dabei wird auch die eigene Rolle/Verortung der ForscherIn in den zu untersuchenden Dispositiven reflektiert und mit dem Datenmaterial in Beziehung gesetzt. Zudem wird mit dem thematischen Schwerpunkt „Ethische Reflexion“ der Versuch unternommen, Rückschlüsse auf die Bedingungen des guten Sterbens (stets aus dem Selbstverständnis der Betroffenen) zu ziehen.

Für die Durchführung von Arbeitspaket 4 wird zwischen IERM und IFF ein Werkvertrag über 2 Monate geschlossen.

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