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Projekt "Erhöhung der Patienten- und Mitarbeitersicherheit durch barrierefreie Kommunikation"

Projektteam: Dr. Maria Kletečka-Pulker, Mag. Sabine Parrag, Louisa Franke

Projektleitung:  Dr. Michael Wagner (Medizinische Universität Wien), Assoc. Prof. PD Dr. Monika Resch (Medizinische Universität Wien), Univ. Prof. Dr. Angelika Berger, MBA (Medizinische Universität Wien), SAVD Videodolmetschen GmbH

Geplante Laufzeit: Oktober 2017 – Dezember 2018

Den Grundstein für dieses Projekt legten die vom IERM und von der Österreichischen Plattform Patientensicherheit durchgeführte Pilotprojekte „Qualitätssicherung in der Versorgung nicht-deutschsprachiger PatientInnen – Videodolmetschen im Gesundheitswesen“ (Juli 2013 – März 2015) sowie das Follow-up Projekt „Videodolmetschen im Gesundheitswesen“ (Oktober 2016 – Frühjahr 2019). Im Zuge dieser Projekte konnte professionelles Videodolmetschen erstmals im deutschsprachigen Raum in unterschiedlichen Settings etabliert, auf seinen Nutzen und Mehrwert hin untersucht und als fixer Bestandteil einer qualitätsgesicherten Gesundheitsversorgung nicht-deutschsprachiger PatientInnen erforscht werden.

Das Projekt baut darauf auf, dass moderne Mittel des Dolmetschens – wie etwa Video- oder Telefondolmetschen – noch nicht flächendeckend verbreitet sind. Oft wird auf LaiendolmetscherInnen zurückgegriffen oder das Übermitteln der notwendigen Informationen erfolgt „mit Händen und Füßen“. Diese Praktiken bergen die Gefahr, dass das Gedolmetschte nicht das notwendige Maß an Qualität aufweist. In weiterer Folge kann dies zu Schaden an PatientInnen und weitreichenden rechtlichen Konsequenzen sowohl für PatientInnen, Angehörige der Gesundheitsberufe als auch für Träger der Krankenanstalt führen. 

Ziel der Studie ist die Herausarbeitung der Vorteile des Videodolmetschens gegenüber bisherigen Lösungsstrategien am Beispiel des Entlassungsgesprächs in den Abteilungen der Neonatologie an der Medizinischen Universität Wien. Es soll aufzeigt werden, dass sowohl Kosten und Ressourcen gespart werden können als auch die Mitarbeiter- und Patientensicherheit durch besseres Verständnis positiv beeinflusst wird. 

Zu diesem Zweck werden die StudienteilnehmerInnen in zwei Vergleichsgruppen aufgeteilt. Entlassungsgespräche mit PatientInnen (bzw. deren Eltern), bei welchen unterstützend ein Videodolmetscher eingesetzt wurde, werden mit solchen verglichen, bei denen keine oder die bisherigen alternativen Lösungsmöglichkeiten zur Überwindung der Sprachbarriere angewandt wurden. Im Fokus der Untersuchung stehen unter anderem die Erfassung der Qualität der Gespräche durch die Verwendung von Checklisten, die das Verständnis der PatientInnen widerspiegeln, Audioaufzeichnungen und Beobachtungsprotokolle der Entlassungs- und anschließenden Kontrollgespräche sowie die Erfassung der Gesprächsdauer und etwaiger administrativer Abläufe zur Organisation von Sprachmittlungen zur Messung von gesundheitsökonomischen Aspekten.

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