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Pilotprojekt „FOKUS - Forensische Kinder- und Jugenduntersuchungsstelle“

Projektleitung: Dr. Maria Kletečka-Pulker

Projektteam: Mag. Laura Fischer, Klara Doppler, Beate Gassner

Geplante Laufzeit: 01.10.2017 – 31.10.2018  

Projektpartner: Dr. Wolfgang Novak (SMZ Ost - Donauspital, Abteilung für Kinder- und Jugendheilkunde, Kinderschutzgruppe), Priv.-Doz. Mag. DDr. Martin Grassberger  (Gerichtsmedizin), Dr. Eva Theuer (Pädiatrie), Dr. Daniela Thurn-Valsassina (Pädiatrie), Ass.-Prof. Mag. Dr. Sabine Völkl-Kernstock (Psychologie), Mag. Astrid Grundner (Psychologie), Mag. Sophie Klomfar (wissenschaftliche Mitarbeiterin)

Das Institut für Ethik und Recht in der Medizin (IERM) forscht gemeinsam mit der Medizinischen Universität Wien an dem Pilotprojekt "FOKUS - Forensische Kinder- und Jugenduntersuchungs-stelle", welche an der Univ. Klinik für Kinder- und Jugendheilkunde eingerichtet ist.

Ziel dieses Projekts ist es, die zeitnahe Unterstützung betreffend medizinische Dokumentation und Abklärung von Verletzungen anhand vorhandener und objektivierbarer Spuren sowohl von medizinischer als auch von klinisch-psychologischer Seite in einem standardisierten Verfahren sicherzustellen. Dadurch soll eine verbesserte Erfassung vorliegender Indizien von Gewalt- oder Missbrauchstaten bei Kindern und Jugendlichen zwischen 0 und 18 Jahren gewährleistet werden und somit eine Verbesserung der gerichtsmedizinischen Sachverständigenbeweise von Gewalt- und Missbrauchsopfern erfolgen. Der Straftatbestand und das Strafausmaß können damit erfolgreicher begründet werden.

Das IERM führt bei diesem Projekt eine wissenschaftliche Begleitstudie durch. Im Zuge dieser Studie verfolgen wir Fälle, welche im Zeitraum Juni 2015 bis Juni 2017 bei FOKUS untersucht wurden, um herauszufinden, wie sich die standardisierten Untersuchungsverfahren und Dokumentationen letztendlich auf die Weiterverfolgung der gemeldeten und angezeigten Fälle durch Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe, die Polizei und Staatsanwaltschaft und auf mögliche Gerichtsverfahren ausgewirkt haben. In diesem Zusammenhang werden im nunmehr geplanten Projektzeitraum über 100 Akten der von FOKUS zur Anzeige gebrachten Fälle weiterführend analysiert.

Parallel zur Aktenanalyse werden im geplanten Projektzeitraum ExpertInneninterviews mit MitarbeiterInnen von Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen in Wien und Niederösterreich geführt, welchen die bei FOKUS gelandeten Fälle von Kindeswohlgefährdungen gemeldet wurden.

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