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Ökonomischer Aufwand aufgrund von Sprachbarrieren bei der medizinischen Versorgung von MigrantInnen

Laufzeit: 12 Monate

Projektleitung: Carina Hauser, MA

Ausgangslage:

Sprachbarrieren stellen für MigrantInnen oft ein Problem dar. Besonders gut zeigt sich das anhand der Zahlen der Kinder im Kindergartenalter (zwischen 4 ½ und 5 ½ Jahren), die zusätzlich Sprachförderung benötigen. Zum Beispiel sind 82% der türkischen Kinder und etwa 50% der Kinder aus Serbien, Bosnien und Kroatien, deren Erstsprache nicht Deutsch ist, von einer notwendigen zusätzlichen Sprachförderung betroffen.[1]

Der Umstand, dass Kinder mit Migrationshintergrund besondere Förderung benötigen, führt zur Schlussfolgerung, dass deren Eltern genauso geringe oder oftmals geringere Deutschkenntnisse haben. Das wird auch in alltäglichen Situationen ersichtlich, in denen Kinder für ihre Eltern übersetzen. Sprachbarrieren betreffen unter anderem auch den Bereich der medizinischen Versorgung. Laut Erfahrungsberichten von ÄrztInnen, erschweren Sprachbarrieren die medizinische Versorgung von nicht-deutschsprachigen PatientInnen beachtlich.

 

Forschungsfrage und Zielsetzung:

In der Studie wird der Frage nachgegangen, wie häufig MigrantInnen mit Erstsprache Türkisch und BKS (Bosnisch-Kroatisch-Serbisch) einen Arzt aufsuchen müssen, bis klar ist, um welche Krankheit es sich bei den Beschwerden handelt und wie die weitere Behandlung verläuft. Ziel der Studie ist somit, den Aufwand durch Sprachbarrieren bei der medizinischen Versorgung von MigrantInnen zu erheben.

 

Sprache als Barriere im Gesundheitswesen:

Im geplanten 2-jährigen Pilotprojekt „Videodolmetschen im Gesundheitsbereich“ wird auf den Ergebnissen der vorliegenden Studie aufgebaut und es wird untersucht, inwieweit Videodolmetschen einen praktikablen Lösungsansatz zur Überwindung von Sprachbarrieren darstellt.

Nähere Informationen zum Projekt finden Sie auf der Projekthomepage unter http://ierm.univie.ac.at/vd


[1] Vgl. Statistik Austria, Migration & Integration 2012, S.42

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